Team Test

Beim Team Test wird besonders das Mensch-Hund-Verhältnis, sowie die soziale verträglichkeit des Hundes auf den Prüfstand gestellt. Der Team Test ist eine anerkannte Prüfung des VDH.

Der Hundehalter lernt während des Trainings Übungen wie "Fuß" gehen, "Sitz", "Platz" und "Wendungen" seinem Hund richtig beizubringen und ihn an der richtigen Stelle zu belohnen oder die Übung zu wiederholen. Es wird geübt den Hund im Straßenverkehr sicher zu führen und ihm in hektischen oder beängstigenden Situationen richtig einzuschätzen und ihm gegebenfalls Sicherheit zu geben.

Der Team Test gliedert sich in zwei große Bereiche. Zum einen in den "Gehorsamsteil", bei dem verschiedene Übungen nach einem festgelegtem Schema auf dem Hundeplatz abgefragt werden. Und zum anderen gibt es den "Straßenteil". Hier wird die Sozialverträglichkeit und Sicherheit des Hundes in Alltagssituationen überprüft.

Folgende Übungen sind Bestandteil des "Gehorsamteils":

Leinenführigkeit
Der Hund ist am Halsband angeleint und läuft freudig an der linken Seite des Hundeführers. Die Leine wird in der linken Hand gehalten und hängt locker durch.
Beim Anhalten setzt sich der Hund sofort aus freien Stücken neben den Hundehalter.

Freifolge

Der Hund läuft - ohne angeleint zu sein – an der linken Seite freudig eng am Knie des Hundehalters mit. Auch hier setzt sich der Hund beim Anhalten freiwillig hin.
Bei Geschwindigkeitswechseln zum Beispiel aus dem "Normalschritt" in den "Schnellschritt" reagiert der Hund sofort und passt sich dem Tempo seines Besitzers an.

Sitzübung
Auf das Hörzeichen "Sitz" setzt sich der unangeleinte Hund schnell hin, während der Hundehalter mindestens 20 Schritte weitergeht. Der Hund bleibt bis zum Abholen durch sein Frauchen/Herrchen am ursprünglichen Platz sitzen.

Platzmachen mit Herankommen
Auf das Hörzeichen "Platz" legt sich der unangeleinte Hund schnell hin, während sein Besitzer mindestens 20 Schritte weitergeht. Der Hund bleibt bis zum Abrufen an seinem Platz liegen, nach dem Abrufen freudig und schnell zum Hundeführer kommen, sich vor ihn setzen und auf Hörzeichen die Grundstellung einnehmen.

Anbinden des Hundes

Während einer Prüfung bilden zwei Mensch-Hund-Gespanne jeweils ein Team. Und wärend der eine Hund die oben beschriebenen Übungen macht, wird der andere Hund an einem Pfosten angebunden und dort abgelegt. Der Hundehalter begibt sich außer Sicht seines abgelegten Hundes.

Und folgende Übungen gehören zum "Straßenteil":

Unbefangenheit des Hundes
Der Hund hat beim Durchqueren einer Menschengruppe keine Probleme; weder ist er verängstigt noch ist er aggressiv. Er darf sie weder beschnuppern noch sonst wie belästigen.

Verhalten gegenüber Autos
Der Hund zeigt sich beim Umgehen von Autos unbefangen. Dabei werden Parkplatzsituationen nachgestellt oder der Autofahrer fragt nach dem Weg.

Begegnungsverkehr

Ein Fahrradfahrer überholt zum Beispiel von hinten, während der Hundehalter mit seinem Hund spazieren geht und an der Leine führt, und gibt dabei Klngelsignale. Der Fahrradfahrer wendet nach dem Überholen und kommt nun, ebenfalls mit Klingelsignalen, Hundehalter und Hund entgegen. Der Hund ist davon unbeeindruckt. Eine ähnliche Übung gibt es mit einem Jogger oder Spaziergängern.
Außerdem wird getestet, wie sich der Hund anderen Hunden und Menschen gegenüber verhält, wenn der Hund an einem Geschäft angebunden ist und der Besitzer sich aus der Sichtweite begiebt.
Ein anderer Test könnte sein, ob der Hundehalter dazu in der Lage ist seinen Hund zu halten, wenn Kinder mit einem Ball spielen.
Möglich sind jedenfalls alle Alltagssituationen. Der Hund sollte diese möglichst entspannt hinnehmen. Natürlich darf er auf etwas reagieren. Neugierde wird sicher nicht bestraft, aber aggressives, pöbelndes oder zu stürmisches Verhalten des Hundes ist bei diesem Test nicht angebracht. Es ist wichtig, dass der Hundehalter die Stärken und Schwächen seines Hundes kennt und seinem Hund in den Übungen die nötigen Hilfen bietet, anstatt selbst überrascht zu sein.

Bei genügend Nachfrage bietet unser Verein meist eine Frühjahrs- und eine Herbstprüfung an. Ungefähr drei bis vier Monate vorab beginnt das gezielte Training.

Zielgruppe:

Lernwillige Vier- und Zweibeiner, die ggf. auch später Interesse an einer Begleithundeprüfung und weiterer sportlicher Betätigung mit ihrem Hund haben.

Voraussetzungen:
Vorgeschriebene Impfungen sind vorhanden, Hundehalterhaftplichtversicherung, außerdem schon eine vorhandene Teamarbeit.

Perspektive:
Gute Grundlage, um weitere Vereinsangebote nutzen zu können